Studium


Das bestandene Abitur berechtigt zum Studium an einer Vielzahl von Hochschulen und Universitäten. Gerade in Führungspositionen ist das Studium noch immer einer der wichtigsten Karrierebausteine und in einigen Bereichen sogar Voraussetzung zur Berufsausübung wie bei Ärzten.
Um an einer Hochschule studieren zu können, ist grundsätzlich die allgemeine Hochschulreife für den Universitätszugang und die Fachhochschulreife für den Besuch der Fachhochschule notwendig.
Die unterschiedlichen Studiengänge können ein bestimmtes Fachgebiet betreffen oder übergreifend, also interdisziplinär angelegt sein. In einem Fachbereich werden mehrere Studiengänge angeboten. Dabei hängt es in der Regel vom gewählten Fach ab, welcher Abschluss erfolgen kann. Die gängigsten Abschlüsse sind Bachelor, Diplom, Magister, Master und Staatsexamen.

Begriffe im Studium

Das Studium hat wie alle fachspezifischen Bereiche seine eigene Begriffswelt mit einer eigenen Fachsprache. Die wichtigsten Grundbegriffe sind:

Fachschaft


Die Fachschaft ist die Vertretung der Studierenden, lokalisiert auf dem Campus. Alle Informationen dazu bieten die Homepages der Lehrstühle.

Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis KVV


Das Kommentierte Vorlesungsverzeichnis ist eine Auflistung der Vorlesungen und Seminare, die im jeweiligen Semester angeboten werden. Zu jeder Vorlesung stehen darin die wichtigsten Infos: Der Dozent, der die Veranstaltung anbietet bzw. die Vorlesung liest; die Vorkenntnisse für die Veranstaltung; Angebot zu Übung zur Vorlesung; Inhaltsbeschreibung; Anzahl Semesterwochenstunden der Veranstaltung; Literaturliste. Das KVV liegt gedruckt vor oder ist über das Internet einzusehen.

Lehrstuhl

Ein Lehrstuhl beschreibt die personelle Besetzung eines Fachbereichs sowie die Thematische Ausrichtung. Der Lehrstuhl besteht in der Regel aus einem oder mehreren Professoren und mehreren wissenschaftlichen Mitarbeitern und Assistenten. Jeder Lehrstuhl beschäftigt sich mit einem anderen Wissensgebiet. Eine Liste der Lehrstühle mit Links zu deren Webseiten können auf der jeweiligen Homepage der Universität nachgeschaut werden.

Prüfungs- und Studienordnung


In der Prüfungsordnung (PO) sind die gesamten Prüfungsrichtlinien festgelegt , so zum Beispiel die Leistungsbestandteile einer Veranstaltung oder die Festlegung der Teilnahme an Pflichtveranstaltungen. In der Studienordnung (StO) wird der Studiumsverlauf geregelt.

Regelstudienzeit


Die Regelstudienzeit gibt die Empfehlung an, in welcher Zeit ein Studium zu absolvieren ist. Gemäß der Regelstudienzeit bemessen sich die Studiengebühr und die BAföG-Zeiträume.

Schein


Bezeichnung für den erfolgreichen Nachweis einer abgeschlossenen Veranstaltung, Seminars, Examensarbeit etc., also für ein bestandenes Prüfungselement. Auf dem Schein sind sowohl die Note als auch die Leistungspunkte aufgeführt.

Seminar

Ein Seminar ist im Gegensatz zur Vorlesung eine Veranstaltung, die inhaltlich von den Studenten gestaltet wird. Anhand eines vom Dozenten vorgegebenen Themenbereichs werden Referate gehalten. Teilnahme an Seminaren und die Anfertigung von Seminararbeiten ist Grundvoraussetzung für die Anmeldung zur Prüfung.

Studienplatztausch


Der Studienplatztausch setzt voraus, dass es einen Studenten mit gleichem Studium und gleicher Studienphase gibt, der bereit ist, den Studienort zu wechseln. Hilfe bietet hier der Verein für studentische Belange VSB an, der die Homepage www.studienplatztausch.de betreibt.

Übung

Eine Übung ist Bestandteil einer Vorlesung. In einer Übung werden zum einen die wöchentlich behandelten Vorlesungsinhalte und zum anderen Fragen zur Vorlesung besprochen. Dazu gibt es mehrere Übungsgruppen die von Studierenden aus höheren Semestern betreut werden.

Vorlesung

Die Vorlesung wird vom Dozenten gestaltet und bildet neben dem selbständigen Lernen den Mittelpunkt des Studiums. In der Vorlesung erfolgt die Vermittlung neuer Lerninhalte.

Studienort und Hochschultyp

Bei der Wahl des Studienplatzes sind regionale und fachspezifische Kriterien meist ausschlaggebend.
Die entscheidenden Differenzierungsmerkmale ergeben sich aus: dem Ruf der Universität; Kompetenz und know how der Professoren; Nähe zum Heimatort; Betreuungsverhältnis; Altersstruktur der Lehrenden; Schwerpunkte der Studiengänge; Qualität der Lehre ; Forschungsgebiete oder Auslandskontakte und Austauschprogramme.
Die Frage nach der Art der Hochschule, also Universität oder Fachhochschule, hängt in erster Linie von den eigenen Wünschen an ein Studium ab. Die Fachhochschulen vermitteln Inhalte verschulter, knapper und kürzer. Sie bilden bei bedeutend kürzerer Studienzeit häufig praxisorientierter aus. Die Universitäten legen dagegen mehr Wert auf theoretische und Grundlagen und eine vertiefte Wissensvermittlung. Die niedrigeren Einstiegsgehälter von FH-Absolventen nivellieren sich über die Jahre immer stärker und sind nicht mehr so bedeutend wie noch vor 20 oder 30 Jahren.

Literatur

Messsing, Barbara: Das Studium: Vom Start zum Ziel: Lei(d)tfaden für Studierende. Berlin 2005.

Ottenschläger, Madlen: Das Uni-Einmaleins: Studieren - alles, was man wissen muss. München 2008.

Rost, Friedrich: Lern- und Arbeitstechniken für das Studium. Wiesbaden 2007.