Bewerbungsfoto
Das Bewerbungsfoto ist in einer Bewerbungsmappe keinesfalls Pflicht. Ist Ihre Bewerbung aussagekräftig und Ihre Qualifikation gut, kann es auch ohne Bewerbungsfoto zu einem Bewerbungsgespräch kommen. Dennoch wird ohne Foto nur unnötig gemutmaßt, wie der Bewerber denn aussieht, oder ob er sich eventuell nicht zeigen möchte. Deshalb besteht in diesem Fall immer die Gefahr, nur deshalb nicht in die engere Wahl gezogen zu werden, weil das Bewerbungsfoto fehlt. Deshalb wird grundsätzlich in allen Ratgebern empfohlen, nicht auf ein Foto zu verzichten, da es schließlich ein hervorragendes Mittel zur Selbstdarstellung ist, vorausgesetzt, dass Foto ist professionell gestaltet. Darüber hinaus werden über die visuelle Information sofort ein Wiedererkennungseffekt und eine Zuordnung zu Personendaten erzielt, die ohne Bild weitaus schwieriger herzustellen sind.
Bei der Standardbewerbung wird das Foto rechts oben auf dem Lebenslauf befestigt. Um ein einheitliches Erscheinungsbild zu gewährleisten, sollte das Gesicht leicht nach links gewandt sein und somit in den Lebenslauf hineinschauen. Bei der Größe ist mittlerweile ein Format über Passbildgröße die Norm, meistens im Format 45mm Breite und 65mm Höhe. Wollen Sie ein Foto in das Deckblatt integrieren, ergeben sich andere und vor allem freiere Gestaltungsmöglichkeiten. Die Blickrichtung ist nicht festgelegt, das Format kann wesentlich größer sein und muss nicht zwingend ein Hochkantformat sein. Empfohlen wird ein Format mit 60mm Breite und 90mm Höhe. Weißer Schmuckrand oder Anschnitt sind dabei Geschmacksache.
Tipps und Anregungen für die Gestaltung und das Anbringen des Bewerbungsfotos gibt Bewerbung.de. Hier heißt es: Das Bewerbungsfoto ist schnell erarbeitet, aber trotzdem sehr wichtig. Ein schlechtes Foto bringt Sie um jede Chance auf ein Vorstellungsgespräch. Eine Studie in Köln zeigte, dass 50 Prozent aller Stellensuchenden aufgrund eines schlechten Fotos bei der Vorauswahl ausgeschieden sind. So sollten Fotos für eine Bewerbung aussehen:
Die Gestaltung von Bewerbungsfotos
- Keine privaten Fotos oder Fotos vom Passbildautomaten.
- So wie es Ihnen beliebt: Farbfoto oder Schwarzweißfoto.
- Lassen Sie sich ein Porträtfoto (Foto zeigt nur den Kopf, den Hals und evtl. einen Teil der Schultern und der Brust) mit den Maßen 65mm x 45mm vom Fachmann erstellen.
- Seriöse Bekleidung anziehen: Kostüm oder Sakko mit Krawatte.
- Schauen Sie nett, freundlich, gepflegt mit einem leichten Lächeln in die Kamera.
- Das Farbfoto sollte nicht zu traurig oder trist, aber auch nicht zu bunt wirken.
- Hintergrund und Farben ihrer Kleidung müssen einen guten Kontrast ergeben. Das Schwarzweißfoto sollte ebenfalls einen guten Kontrast zwischen dem Hintergrund und der Kleidung geben.
- Achten Sie auf Lichtspiegelungen in der Brille und auf fettiger Haut.
- Lassen Sie mehrere Fotos von sich machen. Unterschiedlicher Hintergrund, Lichtvarianten, von links und von rechts, ernstes und fröhliches Gesicht, Farbe usw... Nachher suchen Sie sich das Beste davon aus.
- Falls Sie Ihr Bewerbungsfoto einscannen und mit einem (Farb-) Laserdrucker ausdrucken, muss die Bildqualität der eines "richtigen" Bewerbungsfotos entsprechen.
- Ein Bewerbungsfoto unterscheidet sich von Passbildern gravierend. Auf einen Bewerbungsfoto müssen sie sich präsentieren und verkaufen. Auf dem Passfoto muss z.B. das Ohr frei sein zur Identifikation. Und das gehört nicht in eine Bewerbung hinein.
- Wenn Sie es anders als Andere machen wollen: Falls Sie ein größeres Lichtbild verwenden wollen oder sich in einer Arbeitssituation ablichten lassen, sollten das nur gute und sehr gute Bewerber in Betracht ziehen. Jede Abweichung von der Norm bringt Minuspunkte. Experimente lassen vermuten, dass Sie von den fachlichen Qualitäten ablenken wollen.
Wie Sie das Bewerbungsfoto präsentieren:
- Kleben Sie Ihr Foto oben rechts auf Ihren Lebenslauf. Ein Klebestift à la Pritt bewährt sich nicht! Nutzen Sie lösbare Klebestreifen, dann können Sie das Foto später wieder verwenden.
- Schreiben mit einem wasserdichten Faserstift auf die Fotorückseite Ihrem Namen.
- Vermeiden Sie Briefklammern, weil Ihr Foto so auf dem Versandweg zerkratzt oder lose im Umschlag ankommen könnte. Eine Befestigung mit Briefklammern oder Heftklammern wäre auch schlicht stillos.
- Falls Sie den weißen Rand des Fotos abschneiden wollen, tun Sie es gewissenhaft. Schneiden Sie gerade und verschneiden Sie sich nicht.
- Vermeiden Sie den händisch gefertigten schwarzen Rand!.
Literatur
Büsing, Alexander: Perfekte Bewerbungsunterlagen: Überzeugend gestaltet und ansprechend präsentiert. Bad Oeynhausen 7., veränderte Auflage 2008.Hesse, Jürgen/Schrader, Hans Chr. Die perfekte Bewerbungsmappe für Ausbildungsplatzsuchende. Der erfolgreiche Schritt von der Schule zum Beruf. Frankfurt am Main 2004.
